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Metaverse (Teil 2): Phygital, Interoperable, Immersive: Visions for the Metaverse

Hotwire Germany

Wir lieben Technologie – und kommunizieren in Deutschland bereits seit fast zwanzig Jahren für einige der innovativsten Tech Brands der Welt.

Wir haben uns auf unserer Web3 Learning Journey gleich zwei Wochen geblockt, um mit euch das Metaverse zu ergründen. In der vorherigen Woche haben wir bereits einige Eindrücke von Mark Rolston von argodesign und Idy Kymmer erhalten.

Nun war Ida erneut zu Gast auf unserer Reise, denn gemeinsam mit Christian Mio Loclair und Thomas Johann Lorenz bildet sie das Team von Journee – The Metaverse Company. Die drei Metaverse-Expert:innen erklärten uns, wie ihre Visionen vom Metaverse aussehen.

„Das heutige Internet bietet keine erinnerungswürdigen Momente“

Als erster Experte erklärte uns Christian Mio Loclair, warum das Internet heute noch kein besonders schöner Ort ist. Er zeigte dabei auf, wieso wir anderen dort nicht für längere Zeit in Erinnerung bleiben.

Seiner Ansicht nach liegt es vor allem an folgendem Paradox: Im Internet, so wie wir es kennen, fühlen sich Interaktionen und Begegnungen zwar sehr nah, aber auch gleichzeitig sehr distanziert an. Online-Begegnungen sind bedeutungslos. Dasselbe paradoxe Problem erleben auch Unternehmen und Marken, denn sie sind gesichtslose Figuren im „Einheitsbrei des Internets“.

Das Ziel sollte jedoch sein, dass User Brands wahrnehmen und sich an Interaktionen mit ihnen erinnern. Und da das Internet nicht für diese Form der Kommunikation gemacht ist, braucht es eine Generalüberholung. Christian sieht hier großes Potenzial für das Metaverse.

„Im Metaverse können wir Räume schaffen, in denen wir das Internet einfach mal einen Gang runterschalten; in denen wir einige Zeit verbringen und tief ein- und ausatmen können. Diese Räume eröffnen neue Möglichkeiten, sich untereinander auszutauschen, voneinander zu lernen und sich neuen Herausforderungen gemeinsam zu stellen.“ 

„Web3 verändert die virtuelle Erfahrung“

Doch Veränderungen sind nicht leicht zu bewerkstelligen und verursachen Angst und Skepsis. „Was ist, wenn der Umzug vom herkömmlichen Internet ins Metaverse gar nicht so radikal vonstattengeht wie es der derzeitige Hype vermuten lässt?“, fragte Thomas Johann Lorenz in seiner Keynote in die Runde und deutete damit die Idee eines organischen Wandels an.

„Was ist, wenn ihr in 80 Monaten immer noch acht Stunden am Tag vor euren Handys und Notebooks verbringt, durchs Internet browst, sich die Erfahrung aber einfach anders anfühlt?“

Folgende Beispiele finden bereits so oder in ähnlicher Form statt und beweisen laut Thomas den organischen, iterativen Übergang hin zu einem interaktiveren, erlebten und menschlicheren Internet:

  • Anstatt in einem Online-Shop durch Produktlisten zu scrollen, kommen Kunden direkt mit Influencern oder Brand-Vertretern ins Gespräch, um mehr über die Produkte zu erfahren.
  • Während des Recruiting-Prozesses laden die Gesprächspartner zu einer Tour durch das virtuelle Pendant des Unternehmens ein, in dem man zukünftige Kolleg:innen direkt und persönlich kennenlernen kann.
  • Ein virtuelles Konzert lässt sich entweder passiv genießen oder im „aktiven Modus“ erleben. Mithilfe von Virtual Reality steigt man gemeinsam mit den Künstler:innen auf die Bühne und lässt sich vom Publikum tragen.

“There are two kinds of people and two kinds of metaverses”

Die Woche schloss Ida Kymmer ab und beschrieb uns die zwei gegensätzlichen Ansichten darüber, zu was sich das Metaverse in den kommenden Jahren entwickeln soll.

„Auf der einen Seite glauben viele an das offene, dezentralisierte Metaverse, in dem Kryptowährung zum Einsatz kommt. Auf der anderen Seite haben wir Verfechter der Virtual Experience, die nicht viel von Blockchain-Technologie halten.“

Doch Idas Meinung nach funktionieren diese beiden Vorstellungen vom Metaverse parallel und komplett unabhängig voneinander.

„Beim Wandel des Internets, den wir gerade erleben und auch selbst beeinflussen, geht es sowohl darum, eine schönere, dreidimensionale Form des Internets zu schaffen, als auch um die Dezentralisierung und den Besitz von Digital Assets.“

Die Blockchain ist es, die digitales Eigentum und die Übertragbarkeit eben dieses Eigentums in virtuellen Welten erst ermöglicht. Und bald werden User in der Lage sein, ihre Digital Assets nahtlos auf verschiedene virtuelle Erfahrungen zu verteilen – Stichwort: Interoperabilität.

Ein Thema, zu dem wir im Laufe unserer Web3 Learning Journey noch mehr erfahren werden!

In die Keynotes reinhören: